White
My body has changed
The way they look at me has changed
“He's looking at you kid”, mother said
"He's calling you good looking now
You can't sit anymore on his lap
You've grown"
We feel drawn
We feel ashamed
Don't tell your mother
She would hate you
Of course she would hate you
I‘m her daughter
I‘m her little girl
I‘m her child
Dear mom, please forgive me now that I‘ve grown, let me be your little girl.
-One of the performers
“white” is a physical journey through the transitions from a being to a child to a woman. It is a reflection on the moments in our growing up in which we loose part of our innocence. We realise shame. A change in the gaze of the other, of our parents, friends of our parents.
The performers question their own identity as women and their relationship to desire and sexuality, their need to objectify or to be objectified. Their need to be good, respectful, respectable, desirable women. Their need to be everything but.
Marquis de Sade writes “Nature having created man and woman naked, it is unthinkable that she could have implanted in them an aversion or a shame thus to appear.”
“white” is an ode to the pure and the vulgar, a re-evaluation of "woman", and a feast on an almost utopian power of womanhood. Womanhood as the potency to not solely be “woman".
“Modesty is an illusion – resulting from what?
So, Will you join us in our undress?”
Mein Körper hat sich verändert,
Die Art, wie sie mich ansehen
"Er sieht dich an", sagte meine Mutter,
"Er bezeichnet dich jetzt als gutaussehend,
Du kannst nicht mehr auf seinem Schoß sitzen
Du bist groß geworden"
Wir fühlen uns angezogen
Wir fühlen Scham
Erzähl deiner Mutter nichts davon
Sie würde dich dafür hassen
Natürlich würde sie dich hassen
Ich bin ihre Tochter
Ich bin ihr kleines Mädchen
Ich bin ihr Kind
Liebe Mama, bitte vergib mir, jetzt wo ich groß bin, lass mich dein kleines Mädchen sein.
Einer der Performerinnen
"white" ist eine körperliche Reise durch die Übergänge von einem bloßen Seienden zu einem Kind zu einer Frau. "white" reflektiert die Momente des Erwachsenwerdens, in denen wir einen Teil unserer Unschuld verlieren. Wir werden der Scham gewahr. Eine Veränderung im Blick des Anderen, im Blick unserer Eltern, der Freunde unserer Eltern.
Die Performerinnen hinterfragen ihre eigene Identität als Frauen und ihre Beziehung zu Begehren und Sexualität, ihr Bedürfnis zu objektivieren und objektiviert zu werden. Ihr Bedürfnis eine anständige, respektvolle, respektable, begehrenswerte Frau zu sein. Ihr Bedürfnis alles, nur nicht das zu sein.
Marquis de Sade schreibt: "Weil die Natur Man und Frau nackt geschaffen hat, ist es undenkbar, dass sie eine Abneigung oder Scham in sie gelegt hätte, nackt zu erscheinen.”
"white" ist eine Ode an das Reine und an das Vulgäre, eine Neu-Bewertung der "Frau", ein Festmahl der fast utopischen Kraft des Frauseins. Frausein als Potenz, als Vermögen nicht nur "Frau" zu sein.
"Der Anstand ist eine Illusion – woher kommt sie?
Machst du also mit, wenn wir uns ausziehen?"
Choreography Koreographie
Edith Buttingsrud Pedersen
Dancers Tänzerinnen
Josephine Geck
Jeanne-Francine Aziamble
Anela Luzi
Stella Urban
Theresa Wachter
Light Licht
Lara Jung
Premiered Premiere
June 2021

















